Presse


Pressemitteilung

Landes-Bedienstete erbost über Kürzungspläne der Umweltministerin

IG BAU: „Frust im Forst – Kein Kaputtsparen der Saar-Wälder“

Frust im Forst: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat heftige Kritik an der saarländischen Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) geübt. Grund sind die geplanten Einsparungen beim saarländischen Landes-Forstpersonal. Demnach soll künftig nur jede dritte Stelle in der Forstwirtschaft wiederbesetzt werden. „Mit Blick auf die Schuldenbremse schreckt die Umweltministerin sogar vor einem ‚grünen Kahlschlag’ nicht zurück. Der Forst im Saarland wird regelrecht kaputt gespart,“ so der stellvertretende Regionaleiter der IG BAU Saar, Markus Andler.

In den Forsten rumore es kräftig, die Stimmung unter den Forstbeschäftigten koche. „Wer in Zeiten, wo deutlich mehr Holz eingefahren wird als in den vergangenen Jahren, einen Personal-Abbau bei den öffentlichen Forstbediensteten ankündigt, setzt ganz klar auf Privatisierung. Und das werden wir nicht mitmachen“, so Andler.

Als besonders bitter wertet die Forstgewerkschaft IG BAU, dass angehende Forstwirte nach ihrer Ausbildung bei SaarForst weiterhin nicht in einen regulären Job übernommen werden sollen. Markus Andler:„Bestenfalls können sie nach der Ausbildung einen befristeten 1-Jahres-Vertrag bekommen. Eine solche Job-Perspektive ist ein verheerendes Signal für den Forst-Nachwuchs – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels.“ Düster sei auch die Situation für die acht Forstwirte, deren Zeitverträge demnächst auslaufen würden.

Die Forstgewerkschaft fordert Umweltministerin Anke Rehlinger auf, die Kürzungspläne zurückzunehmen und stattdessen für eine ausreichende Personalausstattung in der Landes-Forstwirtschaft zu sorgen. „Ansonsten droht der saarländische Forst mit Blick auf die Bewirtschaftung zum ‚Renditeobjekt’ von privaten Anbietern zu werden. Und das wird zwangsläufig zu einem wirtschaftlichen Wildwuchs führen“, so der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU Saar.

Will Nachbesserungen beim neuen Tariftreuegesetz: Markus Andler, der Vize-Chef der Saar-IG BAU.

IG BAU fordert Nachbesserungen beim saarländischen Tariftreuegesetz

Regelung soll schon bei Aufträgen ab 10.000 Euro gelten

Gewerkschaft für wirksames „Anti-Dumping-Gesetz“: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat Nachbesserungen beim geplanten saarländischen Tariftreuegesetz gefordert. „Das neue Gesetz ist ein wichtiger und richtiger Schritt, um Lohndumping bei öffentlichen Aufträgen zu bekämpfen. Damit wird Billig-Lohn-Chefs die ‚rote Karte’ gezeigt. Allerdings – und das ist der große Wermutstropfen – soll die Regelung erst bei Aufträgen ab 25.000 Euro gelten“, sagt Markus Andler. Der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU Saar sieht hier eine große Schwäche des vorliegenden gemeinsamen Gesetzentwurfs der saarländischen SPD- und CDU-Fraktionen, über den derzeit der Landtag berät. „Damit wird ein Großteil der öffentlichen Bauaufträge von der Neuregelung nicht erfasst. Es besteht die Gefahr, dass das gut gemeinte Gesetz so zu einem wirkungslosen ‚Papiertiger’ wird. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, den Schwellenwert zu senken“, so Andler. Daher müsse die Einhaltung von Tarifstandards und Mindestlöhnen bereits bei Aufträgen über 10.000 Euro zwingendes Vergabekriterium werden. Entsprechende Forderungen der Oppositionsparteien im saarländischen Landtag seien begrüßenswert.

Als weiteren Punkt brennt der IG BAU nach Worten Andlers die Frage der Kontrolle auf den Nägeln. „Nur dann, wenn die Einhaltung der Tarifstandards auch konsequent überwacht wird, macht das Tariftreuegesetz tatsächlich Sinn. Hier seien neben der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls auch die öffentlichen Auftraggeber gefragt. Kommunen und das Land müssten verpflichtet werden, Kontrollen durchzuführen“, so der stellvertretende IG BAU-Regionalleiter. Auftraggeber dürften sich nicht auf bloße Erklärungen verlassen. Andler: „Ein wirksames Tariftreuegesetz braucht entsprechenden Kontrolldruck“.

UmFAIRteilen in Saarbrücken ! 29.09.2012

Die IG BAU im Saarland war natürlich dabei, beim umFAIRteilen in Saarbrücken vor der Europagalerie.
Der Bezirksvorstand konnte einige Mitglieder sowie unsere aktiven Senioren begrüßen und mit Ihnen zeigen, dass wir dagegen sind!

„Rote Karte“ für Saar-Schuldenbremse


IG BAU: Positive Baukonjunktur nicht durch Sparwahn abwürgen

21.02.2012

„Rote Karte“ für die Schuldenbremse im Saarland: Die IG BAU Saar-Trier macht Front gegen die Verankerung der Schuldenbremse in der saarländischen Verfassung. „Ein Diktat per Gesetz, das die Infrastruktur kaputtspart, wird dramatische Folgen insbesondere für den Verkehrsbereich haben“, sagte Markus Andler von der IG BAU-Region Rheinland-Pfalz-Saar.

„Um die Schuldenbremse einzuhalten, müssten die Saar-Finanzen radikal saniert werden. Und dies bedeutet zwangläufig das ‚Aus’ für dringend notwendige Investitionen. So etwas ist mit uns nicht zu machen“, so Andler. Er kündigte heftigen Widerstand im Landtagswahlkampf an.

Die IG BAU verwies in diesem Zusammenhang auf die positive Entwicklung der saarländischen Bauwirtschaft im vergangenen Jahr. Das vom Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft (AGV Bau Saar) verkündete Plus von gut 11 Prozent bei den Aufträgen und 4,5 Prozent beim Umsatz sei ein gutes Signal. Als Zugpferd habe sich dabei insbesondere der Wohnungsbau erwiesen. Über Steuern und Sozialabgaben spüle er enorm viel Geld in die öffentlichen Kassen. „Allein beim Hausbau fließen 51 Cent von jedem Euro, der investiert wird, an den Staat zurück. Aus Sicht des Landes wäre es unverantwortlich, diesen Geldhahn zuzudrehen. Beim Bau zu sparen, ist zu kurz gedacht“, so Andler.

Deutliche Kritik übte die Bau-Gewerkschaft an den Äußerungen von AGV-Präsident Hans-Ludwig Bernardi. „Es ist töricht, angesichts der europaweiten Staatsschuldenkrise sofort die Sparschere im Kopf zu haben und Investitionskürzungen auf kommunaler oder Landesebene in den kommenden Jahren als alternativlos zu verkünden. Damit erweist Herr Bernadi der Branche einen Bärendienst“, so Markus Andler. Er dürfte doch wissen, was solche Szenarien für die Bauwirtschaft im Saarland bedeuten.

Ernst-Ludwig Metz und die neuen Auszubildenden © IG BAU (Mario Bauer)

21.10.2011

Berufsbildungszentrum 2 der Handwerkskammer Mainz in Mainz-Hechtsheim: Fliesenleger-, Maler- und Lackierer-, Maurer-, Straßenbauer-, Stahlbetonbauer-, Steinmetz-und Steinbildhauer- und Zimmerer-Azubis absolvieren dort ihre überbetriebliche Ausbildung. An einem Mittwoch Mitte Oktober war die IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz dort zu Gast, stellte sich vor, klärte die neuen Auszubildenden über die Rechte und Pflichten während der Ausbildung auf. Und konnte einigen Azubis gleich helfen.

Während der überbetrieblichen Ausbildung zahlt die SOKA-BAU u. a. auch das Fahrgeld für die Fahrt zum überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ). Als die Gewerkschaftssekretäre Markus Andler und Mario Bauer das erklärten, bekamen die Azubis von Faber-Bau aus Alzey große Augen und fragten nach, das war ihnen neu.

Kollege Zufall kam den Gewerkschaftssekretären zu Hilfe. Schon vor einiger Zeit hatten sie für den kommenden Tag ein Treffen mit Ernst-Ludwig Metz vereinbart. Er ist der Betriebsratsvorsitzende bei Faber-Bau und arbeitet eng mit seiner Gewerkschaft IG BAU zusammen. Ein Gespräch mit ihm – und schon war das scheinbare Problem gelöst. Dass die Zahlung nicht vom Betrieb, sondern von der SOKA-Bau kommt, hatten die Azubis übersehen.

Ernst-Ludwig Metz (56), Betriebsrat seit 1992, schätzt den direkten Draht zur IG BAU nicht erst, seit er 2010 seine Freistellung mit Hilfe der BAU-Gewerkschaft erkämpft hat. „Nicht immer können wir alles sofort klären – aber es ist wichtig, zu wissen, dass die Gewerkschaft da ist, wenn man sie braucht.“ Derzeit ist er mit den IG BAU-Kollegen gerade dabei, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung auf den Weg zu bringen. Damit die beinahe 52 Auszubildenden von Faber in Alzey ihre Interessen im Betrieb noch besser wahrnehmen können.

Die Auszubildenden in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte waren beeindruckt. „Dass das so einfach geht, hätte ich nicht gedacht“, meint Azubi Manuel. „Dass die IG BAU das so schnell mit dem Betriebsrat regeln konnte, echt klasse.“ Für ihn ist klar: mit der IG BAU, da geht was. Darum ist auch er seit letzter Woche dabei.

IG BAU – die tun was!


Ein Beitrag mit Mitarbeit von Martina Metzger und Markus Andler.

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